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Runes of Magic: Erster Eindruck

Veröffentlicht von Schmidt am 16.03.2009

Seit einigen Wochen nun ist Runes of Magic, ein kostenloses MMORPG aus Deutschlands Entwicklerteam Frogster, bereits in der Open Beta. Natürlich hab auch ich, als WoW-Fan der ersten Stunde, es nicht an mir vorbeiziehen lassen und mir das Spiel gleich mal geladen.

Nach dem Erstellen eines Accounts und Installation des Spiels hab ich schnell das Spiel hochgepatcht, was dank schneller Server nicht lange gedauert hat. Also gings los. Server und Realmpool ausgewählt und ab in die Charaktererstellung, wo sofort das Erste Staunen kam. Eine derart vielfältige Auswahl an Möglichkeiten ist bisher wohl im MMO-Markt unerreicht. Leider gibt es an Rassen nur die Menschen zur Auswahl, was bei den Möglichkeiten aber nicht weiter schlimm ist. Wer bisher Zwerge mochte, kann seinen Charakter auch klein und rundlich gestalten - das tut der Kreativität keinen Abbruch.

Als Klassen sind bisher 6 verschiedene vorhanden, welche sich leider nicht von denen anderer Fantasy-Spiele unterscheiden.

DD’s [Damage Dealer-Schadensverteiler]:
-Schurke: Der ‘Rouge’ setzt auf mittlere Rüstungen und immensen Nahkampfschaden. Er schleicht und benutzt bevorzugt Gifte und Dolche mit immenser Schnelligkeit.
-Krieger: In diesem Spiel ebenfalls als DD eingeteilt, kann der ‘Warri’ Zweihandwaffen benutzen und hält mehr aus, als der Schurke. Der Schaden variiert nur wenig. Der Krieger ist träger als der Schurke, teilt aber pro Schlag mehr Schaden aus.
-Magier: Der ‘Mage’ ist ein Caster, das heißt er ‘castet’ Zaubersprüche. Er trägt die leichtesten Rüstungen und ist für den Nahkampf gänzlich ungeeignet. Dafür teilt er aber deftig Schaden pro Zauber aus.
-Kundschafter: Der Kundschafter agiert als Distanzkämpfer mit dem Bogen und Begleiter. Er teilt mit verschiedenen Schussarten seinen Schaden aus, kann aber auch im Nahkampf bedingt austeilen. Er trägt mittelschwere Rüstungen.

Tank [Schadenseinstecker]:
-Ritter: Der Ritter ist mit seiner stärksten Panzerung die Tankklasse in Runes of Magic. Sie sind äußerst defensiv aber können dennoch austeilen, wobei sie jedoch nicht an die Krieger oder Schurken rankommen.

Heiler [was tun die wohl?]:
-Priester: Wie zu erwarten, ist die typische Heilklasse auch in diesem Spiel der Priester. Er wirkt heilige Schadenssprüche, aber vor allem Heilungen. Gruppenheilungen sind auch vorhanden. Auch er trägt mit ‘Stoff’ die leichtesten Rüstungen und ist für den nahkamof gänzlich ungeeignet.

Wen all die Klassen schon nerven und wer genug von Fantasy hat, höre aber dennoch her. Die Klassen sagen nichts über Runes of Magic aus, denn das Spiel agiert damit anders als andere Genrevertreter. Während bei anderen MMORPG’s die Klasse auf Lebenszeit bestimmt ist, gibt es hier ein duales Klassensystem. Das ist nicht, wie demnächst bei WoW, auf Skillungen beschränkt, sondern umfasst ganze Klassen. Ab Level 10 dürfen sie nämlich eine zweite Klasse zu ihrer Ersten dazu wählen. So sind alle denkbaren Kombinationen möglich, von der selber-heilenden Fernkämpferin (Kundschafterin-Priesterin) bis zum unglaublichen Schadensausteiler (Krieger-Schurke). Allerdings stehen nicht alle Talente der aderen Klasse zur Verfügung, sondern nur ausgewählte. Auch der Klassenwechsel kann nur in der Hauptstadt oder im Eigenheim (Ja, es gibt Housing!) stattfinden. Während so das Leben erleichtert wird, jedoch ein Wehmutstropfen nebenbei. Beide Klassen zählen als unterschiedlich, also werden Ausrüstung und Level beim Wechsel mitgetauscht. Jede Klasse ist seperat zu leveln, so das es möglich ist, seine Hauptklasse auf dem Levelcap zu haben, während die Zweitklasse sich immer noch auf Level 10 befindet (Nicht sehr ratsam).

Das Housing ist ebenfalls implementiert, womit Runes of Magic sich, entgegen Blizzard an Versprechen gehalten hat. Während die Kalifornier Housing immer weiter aufschieben, gibt es bei RuM bereits ein voll funktionstüchtiges Eigenheim, samt Hausmädchen.

Auch Instanzen sind bei RuM vertreten. Die Gruppen bestehen aus 6 Leuten und Instanzen gibt es für alle Levelklassen. Für Unwissende: Instanzen sind nur für die Gruppe geladene Bereiche mit besonders starken Gegnern. Auf vielen Onlineplattformen sind bereits erste Videos aus den Instanzen zu sehen, samt spezieller Bosse und besonderen Taktiken.

Beim Gedanken ‘Kostenlos’ kommen viele auf den Gedanken, das Spiel habe eine schlechte Grafik und/oder sei schlampig programmiert bzw habe nur einen begrenzt kostenlos spielbares Areal. Aber RuM ist nichts von alledem. Die Grafik erinnert an Genre-Referenz World of Warcraft, sie ist comicartig, aber nicht zu verspielt und kann sich durchaus sehen lassen. Besser als diverse Japano-RPG’s sieht RuM allemal aus.
Zum Thema Programmierarbeit: Frogster hat sich vorbildlich verhalten. Selbst in der Beta sind keine bugs zu finden und es wird oft gehotfixt.

Womit wir bei einem der wichtigsten Themen wären: Kann ich Runes of Magic wirklich ganz&gar kostenlos spielen? Die Antwort lautet: Ja! Auch wenn das Spiel einen Itemshop hat, wo es sogar mal nützliches gibt, kann man Runes of Magic vollkommen auskosten, ohne auch nur einen Cent zahlen zu müssen. Auch wenn das Leveln länger dauert, hat man als Nicht-Zahlender keine Nachteile, was Ausrüstung angeht. Allein aus diesem Punkt unterscheidet sich RuM grundsätzlich von anderen Spielen, in denen man gegen entsprechendes Entgeld die beste Ausrüstung bekommt.

Wer das Spiel selber testen will, kann unter registrieren. Weiteres Plus: Die Charaktere der Beta können ins fertige Spiel übernommen werden! Das Spiel erscheint in 6 Tagen offiziell, für die Beta-Spieler macht sich das durch einen großen Content-Patch bemerkbar. Hier das Video dazu:

Fazit: Selbst wenn das Spiel Geld kosten würde, würde ich es spielen. Es macht vieles richtig, auch wenn WoW-Veteranen vieles bekannt vorkommen wird. Das duale Klassensystem peppt das Spiel zusätzlich auf und verschafft eine menge Handlungsraum. Auch das Housing und der nicht nötige Itemshop runden das Spiel zu einem wunderbaren Spiel ab, was sich shcön von der Konkurrenz abhebt. Für alle Rollenspieler: Dringenste Testempfehlung!

Hilfreich ist die Datenbank der Community Buffed.de. Sie wird zuverlässig aktualisiert und bietet unter Anderem einen 3D-Viewer zu beschauen der Gegenstände.

Kommentare

  1. 10.12.2009
    sabbel

    Nice, sehr schöner Testbericht ist sehr gut zu lesen.

  2. 07.02.2010
    wischo

    Mit dem dualen Klassensystem kann ich dir nur recht geben, dadurch hat man viel mehr Möglichkeiten das Spiel zu individualsieren

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