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Kopierschutz-Variationen: Flüche oder Segen?

Veröffentlicht von Schmidt am 28.05.2009

Der Kopierschutz, welcher Spieler kennt ihn nicht. Für die legalen Spieler unter ihnen ist er meist hinderlich, für die illegalen Gamer ein einfach zu knackender Mechanismus. Also wo liegt der Sinn und welche Beispiele existieren?

GTA 4

Dieser Name dürfte vielen Spielern äußerst agressiv stimmen. Zumindest die legalen Kunden. Denn was Rockstar als ‘Kopierschutz’ bezeichnet ist im Grunde wie ein Zahlenschloß aufgebaut. Zahl 1 ist dabei die firmeninterne Plattform ‘Rockstar Social Club’, die, wie der Name bereits sagt, ein Club ist. Das heißt: Anmelden. Nimmt grad 5 Minuten ein, an sich nicht schlimm. Doch wie ein Zahlenschloß nicht nur eine Zahl im Code besitzt, gibt es nicht nur eine Instanz zu Überbrücken. Es müssen zusätzlich der Windows-exklusive Dienst ‘Games for Windows-LIVE’ geladen und installiert werden (auch hier muss eine Anmeldung erfolgen) und noch einmal zusätzlich den DRM-Kopierschutz ‘SecuROM’, der bei jedem Spielstart die DVD im Laufwerk überprüft und festlegt, wie oft das Spiel installiert werden darf (dazu später mehr).

Jeder Mensch mit passabler Ahnung von PC’s und Spielen denkt ‘Soviele Dienste können nicht versagen’, was auch nachvollziehbar ist. Und es wirkte auch: Erst eine Woche nach Release (was eine ganz schöne Menge ist, Vergleich später) war die erste spielbare gecrackte (Version ohne Kopierschutz) Version im Internet zu sehen. Doch auch hier zeigt sich auf: Kein Schutz ist unfehlbar. Doch das Problem ist nun in den meisten Foren folgendes: Während sich sämtliche ehrlichen Käufer durch diverse Angebote schlagen müssen, Programme installieren müssen und ewig auf den ersten Spielstart warten müssen, können Raubkopierer sofort losspielen ohne solche Einschränkungen.

Hier setzen die Spieler an: Wieso müssen legale Kunden ‘leiden’, während Raubkopierer Vorteile besitzen? Verlockt das nicht gradezu zum Sparen des Geldes und andersweitigen Beschaffens des Spiels? Diese Fragen fanden große Resonanz und wurden viel diskutiert. Wie ist ihre Meinung?

Spore und DRM

Ich denke jeder Spieler hat im Laufe seiner aktuellen Erfahrung mit DRM (Digital Rights Management). Der aktuellste und wohl am meisten unstrittenste Kopierschutz ‘zeichnet’ sich wie folgt aus: Das Produkt besitzt eine gewisse Anzahl an ‘Aufladungen’ (je nach Produkt unterschiedlich), sind diese verbraucht muss man bei einer kostenpflichtigen Hotline erneute Aufladungen verlangen und dazu einen guten Grund angeben. Außerdem ist das Spiel an den eigenen Namen gebunden, wiederverkaufen ist unmöglich.

Was sich anhört wie der erfüllte Traum der Publisher erwies sich im Praxistest als Blindgänger. ‘Spore’ von Sims-Erfinder Bill Wright, einer der großen Hits des letzten Jahres sollte DRM vollkommen markttauglich machen. Dieser Versuch erwies sich jedoch als Griff ins Klo. Spore wurde so oft raubkopiert wie kaum ein Titel zuvor. Bereits am 18. September 2008 ging man von 500.000 Raubkopien aus, jeder weitere Tag sollte laut Experten weitere tausende Kopien dazuaddieren. DRM war bereits eine Woche vor offiziellem Release des Spiels geknackt und das Spiel stand 5 Tage vor Release zum Download bereit.

STEAM

Der Dienst STEAM, von Publisher Valve ins Leben gerufen, ist die weltweit am meisten genutzte Plattform für Spieler. Zwar bietet Steam
auch eine Chat-Funktion um während des Spielens kommunizieren zu können, jedoch ist die Art des Kopierschutzes der Plattform die, die bei den Spielern am besten ankommt.

Steam funktioniert wie folgt: -In Bearbeitung-

Kein Kopierschutz

So unglaublich es klingen mag, manche Spieleentwickler verzichten vollkommen auf einen Kopierschutz. Bestes Beispiel ist hier das deutsche Independent-Spiel ‘World of Goo’, was mit Kreativität und Spielwitz reihenweise Preise einheimste. Es erschien außerdem zum Preis von 10 Euro, welcher vollkommen vertretbar ist. Dennoch mussten die Entwickler wenige Monate nach Verkaufsstart verkünden, das die Online-Highscores zu über 90 Prozent von illegalen Versionen des Spiels stammen. Schade für das Entwicklungsteam, das eine tolle Arbeit geleistet hat.

FAZIT:
Also, was soll getan werden in der ewigen Diskussion um den Schutz von Spielen? Zu intensiver Schutz verschreckt legale Käufer, kein Schutz zieht Raubkopierer ebenso an. Meiner Meinung nach war ein DRM wie in Mass Effect von EA (Nach einmaliger Registrierung immer spielbar, auch ohne DVD) nett, man merkte nichts davon, das die verhasste Software dahintersteckt.

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