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Command & Conquer 4: Angekündigt!

Veröffentlicht von Schmidt am 11.07.2009

In einem Interview mit dem Online-Magazin Gamespot hat Designer Samuel Bass die wichtigsten Neuerungen in Command & Conquer 4 detailliert erklärt. Hier einige Auszüge aus seinen Äußerungen, kompakt zusammengefasst.

Vor einigen Tagen erst hat der amerikanische Erfolgspublisher ‘Electronic Arts’ die Entwicklung von Command & Conquer 4, dem neuesten Teil einer der erfolgreichsten Strategieserien aller Zeiten, offiziell bestätigt und Neuerungen wie klassenbasiertes Gameplay, mobile Stützpunkte, 5 vs. 5 Gefechte und einen dauerhaften Spielfortschritt angekündigt. Diese Punkte dürften eingefleischten Fans zum Stirnrunzeln bewegen, denn es sind durchaus konkrete Änderungen an einer Serie, die in ihrer Art seit Teil Eins relativ ähnlich blieb.
Doch schon erklärt Designer Samuel Bass in einem längeren und informativen Interview mit der Redaktion des Online-Magazins Gamespot (USA) die wichtigsten Neuerungen, warum Command & Conquer 4 keinen Digital Rights Management-Kopierschutz (DRM) haben wird und dass Kane-Schauspieler Joe Kucan definitiv in C&C 4 erscheinen wird.

Klassenbasiertes Gameplay
Die Fraktionen GDI und NOD werden in C&C 4 in drei Unterklassen gesplittet, nämlich Offensiv, Defensiv und Unterstützer. Abgesehen von einigen Standardeinheiten wird jede Unterklasse unterschiedliche Einheiten, Strukturen, Fähigkeiten und Boni besitzen. Schlussendlich wird man in Command & Conquer 4 also aus 6 spielerisch unterschiedlichen, dennoch gleichgesinnten Fraktionen wählen können.

Multiplayerbeispiel: Die »offensive Klasse« ist eine typische Echtzeit-Strategie-Einheit und setzt auf Angriffspolitik. Dazu stehen ihr dementsprechende Vehikel zur Verfügung, beispielsweise durchschlagskräftige Panzer und Truppen. Die »defensive Klasse« legt den Schwerpunkt auf Infanterie, Bunker und Abwehrgebäude, während die »unterstützende Klasse« eine Auswahl an Luftvehikeln und spezifischen Fahrzeugen um das Gelände zu erkunden und durchqueren. An Kämpfen können sich »unterstützende Spieler« entweder direkt beteiligen oder mit verschiedenen Fähigkeiten und Heil-Aktionen die eigenen Verbündeten supporten.

Trotz der Spezialisierungen der Klassen sollen sie auch eigenständig und ohne Verbündete funktionieren.

Rollenspiel-Elemente?
Für das Spielen von Command & Conquer 4, ob Einzel- oder Mehrspielermodus, werden dem Spielerprofil Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Mit diesen Erfahrungspunkten können Spieler ihre Klassen aufrüsten, neue Einheiten, Strukturen und Fähigkeiten erwerben, was zurzeit in mode zu sein scheint. EA will C&C 4 damit eine bessere Lernkurve aneignen, da neue Spieler so nicht direkt mit der ganzen Komplexität und der vollen Bandbreite an Möglichkeiten des durchaus komplexen Spiels konfrontiert werden. Dem Spieler stehen also beim Spielstart nur eine geringe Auswahl der eigentlichen Menge an Einheiten zur Verfügung, was der spielerischen Unterhaltung allerdings keinen Abbruch tun sollte. Vielleicht stellt sich auch der ‘Rollenspiel-Drang’ ein, in dem Fall der Wunsch nurnoch ein Gefecht zu gewinnen, nur um die neue Einheit kaufen zu können. Die Entwickler wollen bei dieser Neuerung die Serien-Veteranen und Pro-Gamer nicht außen vor lassen. So wird C&C 4 mehr Einheiten als alle bisher erschienenen Command & Conquer-Titel beinhalten. Durch das Freispielen neuer Einheiten soll auch bei Vielspielern eine Langzeitmotivation gesichert werden.

Mobile Basen!
Command & Conquer 4 wird keinen klassischen Basisbau enthalten, was eine der großen Neuerungen am Prinzip der Serie ist. Stattdessen wird es eine Einheit namens Crawler geben, die sowohl als mobile Basis als auch als Angriffseinheit fungiert. Jede Einheit und jedes Update kommt aus dieser Station. EA will durch diese Neuerung die Gefechte in C&C 4 deutlich flexibler gestalten, ohne die Tiefe bisheriger Command & Conquer-Teile zu verlieren. So kann man beispielsweise seine Basis wandern lassen, sollten die Rohstoffe um diese abgebaut sein, doer wenn man in Bedrängnis ist.

Multiplayer-Wachstum
EA Los Angeles will durch das neue klassenbasierte Spielsystem mehr Möglichkeiten im Mehrspielermodus schaffen. Das neue Konzept schafft mehr Freiraum, seine Art zu spielen in seiner Unterklasse zu zeigen und fordert vor allem teambasierte Spieler heraus. Neu ist die Spielerzahl von maximal zehn Personen. In vorigen Serienteilen waren die Maps noch auf acht Spieler limitiert. Neben dem normalen Mehrspielermodus bietet C&C 4 einen kooperativen Kampagnen-Modus, der auf zwei Spieler begrenzt ist.

Kane!
Command & Conquer 4 wird keinen Digital Rights Management-Kopierschutz (DRM) haben, was viele Fans jubeln lassen wird. Laut den Entwicklern müsse man, um Cheatern vorzubeugen, sowieso während der gesamten Spielezeit online sein, weswegen man auf einen DRM-Kopierschutz verzichtet. Ob der Spieler nur im Spiel an sich online sein muss, oder ob ein Zusatzprogramm erfoderlich ist, ist noch nicht bekannt, jedoch wird nach bisher bekannter EA-Strategie davon ausgegangen. Bekannt ist jedoch, dass Kane als Anführer der Bruderschaft von NOD wieder in Zwischensequenzen von C&C 4 auftauchen wird, ein Segen für jeden Trashfilm-Fan. Die bisherigen Filmchen in C&C3 waren äußerst trashig gefilmt und für viele ein Heidenspaß. Generell wollen die Entwickler aber dennoch weg von den trashigen-tollen Zwischensequenzen von C&C3, hin zu einer glaubhaften und ernsten Geschichte. Ob EA das gelingen wird, steht zunächst noch in den Sternen.

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